
| »... Mit dem eigenhändigen Anrühren der Farben beginnt bei Theo Scherling der Malprozess. Nicht fertige Tubenfarben finden Verwendung, sondern Pigmente aus Frankreich, die mit Leinöl und Kasein gebunden werden. Neben der Beschaffenheit der Farbe spielt ihr Auftrag auf Papier oder Leinwand eine wichtige Rolle. Ein wesentliches Merkmal im Werk Scherlings ist dementsprechend das Aufbauen, Verändern, Verwerfen und neu Errichten von Farbschichten. Bei genauem Hinsehen entdeckt man neben glatten Farbschichten auch schrundige Oberflächen, wo der Farbe Sand beigemischt wurde. Farbberge erheben sich aus der Fläche in den Raum. An anderer Stelle lassen sich Furchen und Täler erkennen. Dieses prozesshafte Arbeiten mit vielen verschiedenen Farbschichten übereinander, mit den stellenweise sichtbar bleibenden Kohleskizzen und eingeschriebenen Kratzspuren ergibt eine Räumlichkeit des Farbauftrags, ein Flachrelief, das mit seinen Erhebungen, Ebenen und Schluchten an eine Landschaft erinnert, wie Scherling selbst feststellt: |
/»... Mit dem eigenhändigen Anrühren der Farben beginnt bei Theo Scherling der Malprozess. Nicht fertige Tubenfarben finden Verwendung, sondern Pigmente aus Frankreich, die mit Leinöl und Kasein gebunden werden. Neben der Beschaffenheit der Farbe spielt ihr Auftrag auf Papier oder Leinwand eine wichtige Rolle. Ein wesentliches Merkmal im Werk Scherlings ist dementsprechend das Aufbauen, Verändern, Verwerfen und neu Errichten von Farbschichten. Bei genauem Hinsehen entdeckt man neben glatten Farbschichten auch schrundige Oberflächen, wo der Farbe Sand beigemischt wurde. Farbberge erheben sich aus der Fläche in den Raum. An anderer Stelle lassen sich Furchen und Täler erkennen. Dieses prozesshafte Arbeiten mit vielen verschiedenen Farbschichten übereinander, mit den stellenweise sichtbar bleibenden Kohleskizzen und eingeschriebenen Kratzspuren ergibt eine Räumlichkeit des Farbauftrags, ein Flachrelief, das mit seinen Erhebungen, Ebenen und Schluchten an eine Landschaft erinnert, wie Scherling selbst feststellt: |
›... Meine Bilder meinen durchaus die Erde und ihre materielle Natur. Und die Gebirge aus Sand und Pigmenten, die Ströme aus Leinöl, die Graphismen und Kratzer bestimmen die Geographie meiner Bilder‹ ....«
/›... Meine Bilder meinen durchaus die Erde und ihre materielle Natur. Und die Gebirge aus Sand und Pigmenten, die Ströme aus Leinöl, die Graphismen und Kratzer bestimmen die Geographie meiner Bilder‹ ....«
Text von Dietmar Klinger /Text by Dietmar Klinger
Biografie /Biography
7.10.1950
in Olching bei München geboren
1971 – 1975
Studium an der Akademie der Bildenden Künste, München.
Malerei und Grafik bei Karl-Fred Dahmen
1975 – 1983
Atelier in München
1983
Erwerb eines Vierseithofes in Unterthalham (Niederbayern) und Atelierausbau
1990
Mitbegründer der Produzentengalerie Passau
1995
Gründung der Gruppe „Aorist“ (Brinkmann, Scherling, Schnell)
1996
Beiratsmitglied für das Goethe-Institut: „EXPO 2000“
1998
Gründung der „Gruppe Vierkant“ (Gefken, Jaxy, Rogge, Scherling)
seit 1980
Lehraufträge an den Universitäten Bielefeld, Bremen, Rostock, LMU München, Gesamthochschule Kassel
Gastvorträge an den Universitäten Lyon, Groningen, Nijmegen, Lausanne, Oldenburg
Einzelausstellungen /Solo Exhibitions
1979
Galerie Express, Berlin
1984
Goethe-Institut, Paris
1985 – 1986
„Bild en Taal“ (mit Arbeiten von E.O. Plauen)
Amsterdam, Utrecht, Nijmwegen, Groningen, Leuwarden (NL)
1991
Galerie des Westens, Bremen
1992
Stadtgalerie Vilshofen
KARG, Oldenburg (mit Tom Gefken)
1993
Kulturzentrum Schlachthof, Bremen (mit Tom Gefken)
1994
Städtische Galerie Deggendorf
1996
Galerie ars vivendi, Pfaffenhofen
22.Kunstmesse Luxemburg, Werkschau (Einzelpavillon)
1999
„Arbeiten auf Papier“, Galerie ars vivendi, Pfaffenhofen
2000
Galerie M.L. Lejeune-Jung, Seeshaupt
„Das Gemini-Projekt“, Produzentengalerie Passau
2001
Stadtgalerie Bad Griesbach
„Kunstgipfel – Gipfelkunst“, (mit Sabine Seisenbacher)
Musée Espace Croix Baragnon, Toulouse (F)
„Spuren und Male“, Galerie Barbara Ruetz, München
2002
Galerie M.L. Lejeune-Jung, Seeshaupt
2003
„unendlich & mehr“, Galerie ARTE N, München
2004
Galerie an der Pinakothek der Moderne, Barbara Ruetz, München
ART Karlsruhe (one man show / Galerie Barbara Ruetz)
Galerie Ruetz, Augsburg
Galerie im Stadtmuseum, Freilassing
2005
Galerie M.L. Lejeune-Jung, Seeshaupt
2006
„1706“ Rathausgalerie Aidenbach
Galerie ars videndi, Pfaffenhofen
Kulturhaus Holzapfel, Tacherting
2007
Galerie an der Pinakothek der Moderne, Barbara Ruetz, München
„Kunstwohnen“, Alter Güterbahnhof, Passau
Gemeinschaftsausstellungen /Group Exhibitions
1972
„Fußball“, Klasse K.F. Dahmen, Kunstverein München
„Fußball“, Städtische Galerie Oberhausen
1974
„Gastarbeiter“, Kunstverein München (Katalog)
1977 – 1979
Konzeption und Organisation der Ausstellungsreihe
„Alltägliche Gewalt“, Kunstverein Ingolstadt,
Kunstverein Konstanz, Städtische Galerie Erlangen,
Johanniter Halle Schwäbisch Hall
1988
„Kein schöner Land“, Pasinger Fabrik, München
1989
„Ein Herz für die Heimat“, Kunstverein Aichach
1990
„UmSpannungen“, Cordonhaus Cham
„Zwischen Raum und Fläche“, Galerie am Maxwehr, Landshut
1991
„Nord-Sued“, Kunstverein im Kastenhof, Landau (Katalog)
„Erde-Zeichen-Erde“, Produzentengalerie Passau
„Spuren“, Kulturmodell Passau
„Künstler im Rottal“, Museum Kloster Asbach (Katalog)
„Druckgraphik“ – 6 Künstler aus Niederbayern, Sofia (BG)
1994
„DruckPlastik“, Kunstverein Heidelberg
„Sete Artistas da Baixa Baviera“, Castello de Soutomaior, Pontevedra (E)
„Maler, Bildhauer, Designer“, Museum Kloster Asbach (Katalog)
1995
„Schnittpunkt“, 5 Jahre Produzentengalerie Passau (Katalog)
„Erinnerung“, ehem. Konzentrationslager Flossenbürg (Katalog)
„10 Jahre GaDeWe“, Städtische Galerie im Buntentor, Bremen
1996
„GROSS“, Kunstverein Deggendorf
„Druckgraphik in Ostbayern“, Oberpfälzer Künstlerhaus, Schwandorf
„Estampa“ (Druckgraphikmesse), Madrid (E)
1997
„Passauer Galerien in Krems“, Krems (A)
„Druckgraphik in Ostbayern“, Galerija Avla, Ljubljana (SLO)
„Wspommienie“, Lodz (PL)
1998
„Wspommienie“, Warschau, Danzig (PL)
„Die Farbe Grün“, Airport Gallery, Frankfurt
Künstlerbund, Garmisch-Partenkirchen
1999
„Schwarz-Bunt“, Gruppe Vierkant, Museum Kloster Asbach
„Bunt-Geflammt“, Kammerhofgalerie der Stadt Gmunden (A)
2000
EXPO 2000, Hannover, Kinetische Installation der Gruppe Vierkant
2001
„1 + 1“, St.Anna Kapelle, Kunstverein Passau
2002
„Erinnerung“, Tel Aviv (IL)
„Aktuelle Druckkunst aus Niederbayern“, Bayerischer Landtag, München
2004
„Produzenten“ in Krems (A)
„Vierkant“, Galerie Apex, Göttingen
„Künstler aus der Region Passau“, Künstlergilde Ulm
2005
„15 Jahre Produzentengalerie“, Passau
2006
„Landschaft heute“, Preisträgerausstellung Kunstverein Passau
20 Jahre BBK Niederbayern, Bayerischer Landtag München
2007
„Snooker“, Gruppe Vierkant, GaDeWe, Bremen
„Bayerische Kulturtage“, Nationale Galerie für Ausländische Kunst, Sofia, Bulgarien
Editionen /Editions
1995
„Aorist“, versch. Techniken, Leinenkassette
1996
„Golem“, Siebdruck,, Galerie ars vivendi
„Aorist 1 – “, versch. Techniken, Leinenkassette
1997
„Impresen“, 5 Holz- und Linolschnitte, Mappe
1999
„SchwarzBunt“, Mappe 1 der Gruppe Vierkant, Hochdrucke
2000
„Herodes“, 5 Holzschnitte, Mappe
„Mappe 2“ der Gruppe Vierkant, Hochdrucke
2001
„Hommes & femmes“, 3 Linolschnitte, Mappe
„unendlich und mehr“, Offsetlithografie
2003
„Adler“, 6 Holzschnitte, Mappe
„Afrika“, 10 Holzschnitte, Mappe
„Matrix“, 12 Holzschnitte, Mappe
2004
„Reise nach Kanaa“, 6 Kaltnadelradierungen, Mappe
2007
„Aidenbacher Totentanz“, 6 Holzschnitte, Mappe
„21 x 21“, 5 Linolschnitte, Mappe
Arbeiten im öffentlichen Besitz /Works in public property
Bayerische Staatsgemäldesammlung
Stadt Bietigheim-Bissingen
Stadt Griesbach
Stadt Ingolstadt
Stadt Passau
Oberhausmuseum, Passau
Museum für Moderne Kunst, Passau
Stadtarchiv Vilshofen
Museum Weserburg, Bremen
Fundacion Pablo Picasso, Malaga*
Calcografia Nacional, Madrid*
Albertina, Wien*
Saarlandmuseum, Saarbrücken*
*Mappenwerk der Gruppe Aorist (Brinkmann, Scherling, Schnell)